Datenquelle & Algorithmus

Die Prognose steht und fällt mit belastbaren Referenzdaten. Hier zeigen wir, welche Quellen in das Modell einfließen und wie sie verarbeitet werden.

Wie der Algorithmus arbeitet

Aus Ihren Zählerständen berechnen wir zunächst wöchentliche Verbrauchswerte und entfernen saisonale Effekte durch Vergleich mit dem ausgewählten Referenzprofil. Der so ermittelte Basisverbrauch wird anschließend mit dem saisonalen Verlauf kombiniert, um den restlichen Vertragszeitraum fortzuschreiben.

Die Berechnung erfolgt über unsere eigene Prognose-API. Dabei werden Ihre Eingaben an den Server übertragen, dort für die Berechnung verarbeitet und anschließend an den Browser zurückgegeben, damit sich Diagramm, Kostenwerte und Konfidenzbereich sofort aktualisieren.

Saisonales Referenzprofil: H25

Das saisonale Referenzprofil basiert auf dem H25-Standardlastprofil der Bundesnetzagentur. Dieses Profil beschreibt den typischen stündlichen Stromverbrauch privater Haushalte über alle 365 Tage eines Jahres, normiert auf 1 Million kWh Jahresverbrauch. Aus den 24 Stundenwerten je Tag aggregieren wir wöchentliche Verbrauchssummen (ISO-Kalenderwochen 1–52) und normalisieren diese auf einen Mittelwert von 1,0. Das Ergebnis ist ein Saisonalitätsfaktor pro Woche – im Winter bis zu 38 % über dem Jahresmittel, im Hochsommer bis zu 15 % darunter.

Im Gegensatz zum Gasverbrauch ist der Stromsaisoneffekt deutlich schwächer ausgeprägt, da keine Raumheizung enthalten ist. Haupttreiber der Saisonalität sind Beleuchtung, Warmwasser-Wärmepumpen und geändertes Nutzungsverhalten (kürzere Tage im Winter).

Benutzerbezogene Eingaben

Ihre eingegebenen Zählerstände und Tarifwerte dienen ausschließlich der Berechnung Ihrer Prognose. Nach aktuellem Anwendungsdesign werden sie nicht dauerhaft als individuelles Verbrauchsprofil gespeichert. Technische Metadaten wie Server-Logs können jedoch zur Absicherung und zum Betrieb der Website anfallen. Details finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Modellgrenzen

Die Prognose ist ein Orientierungswert und keine verbindliche Abrechnung. Abweichungen können durch besondere Nutzungsänderungen (neue Geräte, Photovoltaik-Eigenverbrauch, Wärmepumpen), Umzüge oder untypische Ableseintervalle entstehen. Der Konfidenzbereich visualisiert diese Unsicherheit, ersetzt aber keine individuelle Energieberatung.

Aktualisierung der Datensätze

Sobald neue amtliche Veröffentlichungen verfügbar sind, planen wir die Referenzdateien zu aktualisieren und im Änderungsprotokoll zu dokumentieren.